„Bei allen Sorgen sollten wir auch stolz sein, dass wir ein Land sind, in das alle kommen wollen“

Am 08. Oktober 2015 war Carsten Engelmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf und Bezirksstadtrat für Gesundheit und Soziales, zum Thema „ Die Flüchtlingsproblematik und die Herausforderungen für den Bezirk“ im Café Wahlkreis in Wilmersdorf zu Gast.

Wie es bei diesem hochaktuellen und brisanten Thema zu erwarten war,entstand sehr schnell eine sehr lebhafte, bisweilen auch sehr angeregte Gesprächsrunde. Nichtsdestotrotz konnten Herr Gröhler sowie Herr Engelmann den besorgten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern souverän viele Fakten und bisher unbekanntes Hintergrundwissen präsentieren. So wurden neben der Diskussion um die Flüchtlingspolitik, Asylrecht und Regeln für die Einwanderung ganz praktische Fragen wie „Wer kann im Bezirk wie helfen?“ und „Was wird in den Notunterkünften gebraucht?“ angesprochen. Die Möglichkeit, die untere Ebene des ICCs zur zentralen Kleiderkammer und das derzeit ungenutzte Gebäude zu einer Notunterkunft umzufunktionieren, wurde ausführlich diskutiert.

Darüber, dass die Herausforderungen an den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, die Stadt und das Land sehr groß und die Probleme nicht immer einfach zu lösen sind, bestand von Anfang an Konsens unter Gastgebern und Teilnehmern. Sicher konnten nicht alle Fragen gestellt und erörtert werden, eines jedoch steht fest: Der Bezirk Charlottenburg- Wilmersdorf arbeitet auf kommunaler Ebene in der Asylfrage vorbildlich und ist um schnelle Lösungen für den immensen Flüchtlingsstrom bemüht. Dies ist nicht zuletzt den tausenden von ehrenamtlichen Helfern zu verdanken.

Allen erregten Wortgefechten zum Trotz formulierte ein Teilnehmer zum Abschluss der Veranstaltung: „Bei allen Sorgen sollten wir auch stolz sein, dass wir das Land sind, in das Alle kommen wollen. Wir tragen eine große Verantwortung, der wir gerecht werden müssen“.

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