Kurz und knapp

Transatlantisches Freihandelsabkommen

 

Was ist das Transatlantische Freihandelsabkommen?

Das Transatlantische Freihandelsabkommen ist ein Vertrag zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika. Ziel der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) ist es, den Handel zwischen den USA und der EU zu vereinfachen. Dies soll insbesondere durch den Abbau von Zöllen und der Vereinheitlichung bzw. gegenseitiger Anerkennung von Produktstandards sowie dem erleichterten Zugang zu Investitionen im Partnerland geschehen. Mit 800 Millionen Menschen würde diese Freihandelszone nahezu die Hälfte der Weltwirtschaftskraft sowie ein Drittel des Welthandels ausmachen.

Welche Vorteile bietet das Transatlantische Freihandelsabkommen?

Der Freihandel begünstigt Wirtschaftswachstum und schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. So hat die Beseitigung von Handelshemmnissen zwischen den europäischen Staaten maßgeblich zu der positiven wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen. Um angesichts aufstrebender Volkswirtschaften auch in Zukunft international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen entsprechende Weichen gestellt werden. Durch freie Handelsbeziehungen mit den USA können deutsche Unternehmen ihre Produkte einfacher auf dem wichtigen US-amerikanischen Markt anbieten und öffentliche Aufträge der US-amerikanischen Regierung wahrnehmen. Laut Experten bedeutet dies für Deutschland rund 200.000 zusätzliche Arbeitsplätze und ein Exportwachstum um jährlich 3 bis 5 Milliarden Euro. Gemeinsame Standards führen außerdem zu einer höheren Produktvielfalt bei niedrigeren Produktionskosten, was sich in attraktiveren Preisen widerspiegelt.

Haben wir eine Verschlechterung der Standards unserer Produkte zu befürchten?

Nein. Die deutsche Bundesregierung schließt jede Abschwächung herrschender europäischer Standards bei Sicherheit, Verbraucher-, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz kategorisch aus. Im Gegenteil: Ziel ist es, mit dem Abkommen globale Trends zu setzen, damit auch Staaten wie China, Indien oder Brasilien sich an europäischen Werten orientieren können und langfristig zur Entlastung und zum Schutz nationaler Arbeitskräfte und Ressourcen übernehmen.

Was sind die nächsten Schritte? Wann wird das Abkommen geschlossen?

Die Europäische Kommission vertritt die EU-Staaten bei den Verhandlungen für das Abkommen. Dabei steht sie im ständigen Austausch mit dem Europäischen Parlament, den jeweiligen Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten, Nicht-Regierungsorganisationen sowie weiteren Interessengruppen. Die EU hofft, dass das Abkommen bis zum Jahre 2015 steht. Der fertige Vertragstext wird allerdings erst wirksam, wenn alle 28 Regierungen der Mitgliedsstaaten sowie das EU-Parlament ihm zugestimmt haben.

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