Wir löschen nicht nur Feuer!

 

„Was sagen Kinder, wenn man sie nach ihrem Traumberuf fragt? Lokführer, Feuerwehrmann, Polizist!“ so Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, am Donnerstagabend anlässlich des Diskussionsabends im Café Wahlkreis. Doch diese Begeisterung hält nicht an. Die Feuerwehr hat ein Nachwuchsproblem, was vor allem auf die lange Ausbildungszeit zurückgeführt wird. Denn zu seinem ersten Einsatz kommt ein angehender Feuerwehrmann erst nach rund zwei Jahren. Auch die Quote der Frauen lässt zu wünschen übrig. Sind in der Jugendfeuerwehr noch 30-40% Mädchen beteiligt, liegt der Satz beim Wechsel in die Freiwillige oder Berufsfeuerwehr bei 2-8%. Hier wird nun strategisch gegengearbeitet, so gibt es zum Beispiel mittlerweile „Feuerwehromas und –opas“, die sich um die Betreuung der Kinder während des Einsatzes kümmern. Auch die Einstellung von Frauen in Führungspositionen wird gefördert.

Feuerwehrmann oder -frau wird nach wie vor als vertrauenswürdigster Beruf in Deutschland eingeschätzt, handelt es sich doch um die einzige „Institution“ die das ganze 20. Jahrhundert Bestand hatte. „112 rettet Sie seit über 100 Jahren!“. Innerhalb von acht Minuten sind heutzutage neun Feuerwehrmänner am Einsatzort. Und das flächendeckend! Ein dringender Appell des Präsidenten sowie der anwesenden Mitglieder des Landesfeuerwehrverbands Berlin: Presse und Bevölkerung müssen sich wieder mehr vor die Feuerwehrmänner stellen! „In Zeiten steigender Angriffe auf Rettungskräfte im Einsatz muss die Arbeit wieder mehr gewertschätzt werden“, waren sich alle einig.

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